Am Landgraben in Pohl ist die alte Pallisadenrekonstruktion in die Jahre gekommen. Einige Pfähle sind verfault und Kollege Albert hat den Rest mit der Kettensäge erlegt. Die abgeschnittenen Stämme zieren jetzt den Turm im Limeskastell in Pohl. Drei davon habe ich als Material für eine kleine römische Holzwerkstatt ausgesucht. Ein provisorischer Schutz war schnell gebaut.

Jetzt fehlt nur noch die Einrichtung. Wie sah eigentlich eine antike Werkbank aus? Erstes googeln ergab die Website von ‚Tischlermeister Jakob‘. Die Seite ist nicht nur wegen der Hobelbank empfehlenswert.
Auch Chris Schwarz hat sich mit dieser Frage beschäftigt und neben antiken Darstellungen auch einen Fund aus der Saalburg beigetragen. Aus diesem Kontext stammt auch der Name ‚Perdix‘. Eine Darstellung findet man in der Casa dei Vetti in Pompeji.

Perdix ist der Kleine links unten in der Ecke. Die komplette Geschichte nachlesen kann man in Ovids Metamorphosen Vers 236 – 259. Zum Beispiel hier. ( Klugscheissermodus ‚AUS‘ ) Neben diesen Leuten komme ich mir ganz klein und mickrig vor, aber ich trau mich trotzdem.
Los geht’s!