Knut-Works

Ein Handwerks-Workshop für alle, die mehr wollen als Nadelteppich und Biomüll

Spätestens rund um „Knut“, den traditionellen Tag des Weihnachtsbaum-Abschieds, stellt sich jedes Jahr dieselbe Frage: Wohin mit dem Baum? Beim Workshop „Knut-Works“ lautet die Antwort: Wir machen etwas daraus.

Unter dem Motto „Dein Baum kann mehr als nur nadeln“ werden aus abgeschmückten Weihnachtsbäumen kleine Alltagshelfer und Erinnerungsstücke. Aus Ästen und Stammstücken entstehen zum Beispiel:

  • Holzknöpfe und Schmuckanhänger aus Astscheiben
  • schlichte Kerzenhalter und Kleiderhaken
  • weihnachtliche Girlanden für das nächste Jahr
  • kleine Holzautos oder Mini-Eisenbahnen
  • einfache Krippen- oder Spielfiguren aus Astgabeln

Der Workshop richtet sich an Kinder und Erwachsene. An verschiedenen Stationen kann gesägt, gebohrt, geschliffen und gestaltet werden – immer mit fachkundiger Anleitung und klaren Sicherheitsregeln. Kinder arbeiten je nach Alter an einfachen Projekten oder gemeinsam mit einer erwachsenen Begleitperson.

Ganz nebenbei wird aus einem „Abfallprodukt“ ein Stück gelebte Nachhaltigkeit: „Kreativ Neues aus Unseren Tannen“ – kurz: KNUT.

Termin: 10. Januar 2026 ab 10:00. Eintreffen beliebig, Aber gegen 17:00 wird’s dunkel;)
Ort: Limeskastell Pohl, Innenhof und Basilika
Zielgruppe: Familien, Kinder, Erwachsene – Vorkenntnisse sind nicht nötig.
Kosten / Teilnahmebeitrag: Keine, Spenden werden genommen.
Hinweise:

  • Wer kann und mag, bringt den eigenen Weihnachtsbaum mit.
  • Werkzeug wie Sägen, Messer, Astscheren und Ähnliches gerne mitbringen.
  • Für Verpflegung ist gesorgt.

Neues und Wichtiges :

  • Es gibt Essen und Getränke. Keiner muss darben.
  • Eine Anmeldung ist hilfreich und schön, aber nicht Pflicht.
  • Kleine Kinder bitte nicht ohne Begleitperson abliefern.

Anmeldung & Rückfragen:

Limeskastell Pohl, E-Mail: officium@limeskastell-pohl.de Tel. 06772 / 96 80 768
oder : Jürgen Schmidt  E-Mail: schmidt_pohl@t-online.de  Tel. 06772 / 5814

Schlagwort ‚KNUT‘ im Betreff erleichtert die Bearbeitung. DankeSehrVielmals.

Perdix

Am Landgraben in Pohl ist die alte Pallisadenrekonstruktion in die Jahre gekommen. Einige Pfähle sind verfault und Kollege Albert hat den Rest mit der Kettensäge erlegt. Die abgeschnittenen Stämme zieren jetzt den Turm im Limeskastell in Pohl. Drei davon habe ich als Material für eine kleine römische Holzwerkstatt ausgesucht. Ein provisorischer Schutz war schnell gebaut.

Perdix Lignarius

Jetzt fehlt nur noch die Einrichtung. Wie sah eigentlich eine antike Werkbank aus? Erstes googeln ergab die Website von ‚Tischlermeister Jakob‘. Die Seite ist nicht nur wegen der Hobelbank empfehlenswert.

Auch Chris Schwarz hat sich mit dieser Frage beschäftigt und neben antiken Darstellungen auch einen Fund aus der Saalburg beigetragen. Aus diesem Kontext stammt auch der Name ‚Perdix‘. Eine Darstellung findet man in der Casa dei Vetti in Pompeji.

Perdix ist der Kleine links unten in der Ecke. Die komplette Geschichte nachlesen kann man in Ovids Metamorphosen Vers 236 – 259. Zum Beispiel hier. ( Klugscheissermodus ‚AUS‘ ) Neben diesen Leuten komme ich mir ganz klein und mickrig vor, aber ich trau mich trotzdem.

Los geht’s!

Ich bau mir ein Schloooß…

Beim Durchstöbern des Bücherregals staubte mir ein schon älteres Buch ‚Handwerkliche Holzverbindungen der Zimmerer‘ entgegen. Darin fand ich eine Schemazeichnung eines ‚französischen Schlosses‘, einer Längsverbindung für Balken. Vermutlich macht das kein Mensch mehr. Konstruktionsholz gibt es ‚endlos‘ im Handel und der Tischler nimmt einfach ein längeres Kantholz. Aber irgendwie war das Teil faszinierend und ich wurde aus der Zeichung nicht schlauer. ‚Versuch macht kluch‘ : Ich probier’s!

Ein Kantholz fand sich im Fundus. Ich hab’s in der Mitte durchgesägt und neu zusammengebaut. Genau genommen ist das eine komplizierte Art das Teil um 35cm zu verkürzen ;(

Die Ritzen und Ungenauigkeiten waren nicht geplant, aber es waren reichlich Äste im Weg. Immerhin habe ich jetzt verstanden, wie es funktioniert. Der nächste Versuch wird besser!

Perdix freut sich: Die Römer kannen diese Verbindung auch schon. Auf dem Handelsschiff ‚Laurons II‚ sind Teile des Kiels mit dieser Technik verbunden.

Up-Sock-ling

Meine Socken sind von Natur aus soziophobe Gesellen und neigen dazu sich zu vereinzeln und in dunkle Ritzen zu verkriechen. Aber auch die wenigen Paare, die es schaffen ein Sockendasein zusammen zu verbringen werden eines Tages fadenscheinig und wandern in die Mülltonne.

Mülltonne? Viel zu schade. Aber was tun mit dem verlassenen Partner und löchrigen Paaren?

Meine Top-9 sock-cycling Tipps

  • Aufheben bis zur nächsten Wäsche. Möglicherweise findet sich ein Partner
  • Mit Stoffresten vollstopfen und als Bodengleiter beim Möbeltransport verwenden.
  • Über die Hand stülpen und im letzten Winkel Staub wischen.
  • Holz ölen, Schuhe putzen und eincremen, alles andere putzen, Mobelpolitur verteilen.
  • Mit Eiswürfeln füllen und damit Prellungen und Hämatome kühlen.
  • Kleinkram in Schubladen, Taschen oder Rucksäcken sichern und zusammenhalten.
  • Als Kleinkramhalter ( Bürsten, Sprühdosen, Lappen ) an die Wand nageln.
  • Einen Adventskalender bauen, ( Da passt viel rein )
  • und der nachhaltigste Tipp von allen : Socken stopfen lernen. 😉

Übungskisten 5/6

Ich habe mich direkt in die Idee verguckt. Gleichzeitig eine Möglichkeit, zum ersten Versuch mit nicht.rechteckigen Fingerzinken. Die Schwalbenschwänze habe ich mir für spätere Versuche aufgehoben. Dummerweise ergaben sich beim Bau mehr neue Fragen, als mir lieb war:

  • Ist es sinnvoll, 2 Nistkästen in unmittelberer Nachbarschaft zu bauen? ‚Ja‘, für Spatzen, die lieben laute und enge Nachbarschaft. Alle anderen Gartenbewohner weniger, ich inklusive. Ich habe mich für eine Einfluglochkombi ‚Gartenrotschwanz‘ – ‚Kohlmeise‘ entschieden. SchauMerMal.
  • Das Teil ist nur mit Hilfe von mindesten 3 Armen am Baum zu befestigen. Nägel, Schrauben oder ähnlich baumschädliche Dinge kommen nicht in Frage. Die aktuell verwendete Gurtbefestigung braucht aber mindestens einen Helfer. Kein Problem bei der Erstbefestigung, aber diese Kästen müssen jährlich gereinigt werden. Also habe ich ‚Revisionsklappen‘ in 5-eckige und trapezförmige Kisten eingebaut.

Zweitenkel hat beim Aufhängen geholfen.